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monks and monkeys – 1: Kuala Lumpur

monks and monkeys – 1: Kuala Lumpur

Im Dezember 2017 bin ich 2 Wochen durch Malaysia gereist. Als Backpacker ist es manchmal ziemlich mühsam, die Kamerausrüstung mitzuschleppen. Ich bin durch das Gewicht auch oft an die Grenzen des zulässigen Gepäcks bei Flügen gekommen. Dass es sich trotzdem lohnt, die Kamera mitzuschleppen, seht ihr hier.

Die Ankunft

Nach 9 Stunden Flug bin ich pünktlich zum Sonnenaufgang in Peking gelandet. So früh morgens war der Flughafen nahezu ausgestorben. Während ich mit 100 anderen 3 Stunden auf mein Visum wartete, habe ich natürlich meine Kamera rausgeholt und diesen seltenen Moment der Ruhe im zweitgrößten Flughafen der Welt fotografiert.

Nachdem ich mein Visum endlich hatte, bin ich zum Flughafentransfer gegangen, weil ich mir Pekings Innenstadt anschauen wollte. Am Bahnhof habe ich meinen Zug verpasst, weil ich unbedingt dieses Bild aufnehmen wollte.

Danach ging es mit der Bahn nach Peking. Weil ich allerdings so müde von der langen Warterei und dem Flug war und 5 Stunden später schon mein nächster Flug starten sollte, bin ich nur bis zur nächsten Station gefahren, habe 5 Minuten gestaunt und Bilder gemacht und bin wieder zurück zum Flughafen. Dort habe ich dann noch ein paar Stunden Schlaf gesucht und bin weiter nach Kuala Lumpur geflogen.

Kuala Lumpur (KL)

Meine Ankunft in Kuala Lumpur war leider überschattet vom Verlust meines Gepäcks. Das ist dank Feuerzeug in Peking geblieben. Obwohl Air China keine Anstalten gemacht hat, das Feuerzeug von Frankfurt nach Peking zu transportieren, war es auf dem Anschlussflug mit derselben Airline scheinbar ein riesiges Problem. Naja. Viele Anrufe und 3 Tage später ist das Gepäck endlich in meinem Hostel eingetroffen.

Ohne Gepäck musste ich mich natürlich erstmal mit dem Nötigsten ausrüsten. Dabei habe ich einen ersten Ausflug zum KL Sentral, dem Hauptbahnhof in Kuala Lumpur (kurz KL) gemacht. Auf meinem Weg durch Little India, auch Brickfields genannt, konnte ich das erste Mal die kulturelle Vielfalt Malaysias spüren. Diese Gegend rund um meine Unterkunft sprühte nur so voller indischer Gerüche und bunter Farben, insbesondere auf Reklameschildern.

Spätestens hier fällt einem auch der Kontrast zwischen ziemlich heruntergekommenen Häusern und ganz modernen Wolkenkratzern auf, von denen Kuala Lumpur einige zu bieten hat. Fotografisch gesehen natürlich ein Paradies. Übrigens auch ganz typisch für Malaysia: Überall hängen Ventilatoren. Selbst in Parks, auf Bahnhöfen und auf Straßen. Anders ist es dort auch kaum auszuhalten

Der nächste Tag war von Affen geprägt. Unzähligen Affen. Das Ziel war eines der Highlights von KL: die Batu Caves. Wenn man aus dem Zug aussteigt, wird man schon von Affen begrüßt, die dir alles mögliche klauen wollen. Während ich ganz fröhlich fotografierte, merkte ich plötzlich, dass ein Affe von hinten auf mich raufgesprungen ist. Noch bevor ich reagieren konnte, war er wieder weg. Als ich mich umdrehte, sah ich wie er mich argwöhnisch anschaute, während er versuchte meine Colaflasche zu öffnen. Die hatte er mir aus dem Rucksack geklaut. Also passt immer schön auf euer Hab und Gut auf. Ein weiteres begehrtes Ziel für Makaken-Attacken sind übrigens auch Schnürsenkel *zwinker*

Die Batu Caves an sich sind nicht zu übersehen. Zum Einen thront die größte hinduistische Statue von Malaysia (die Statue of Lord Murugan) vor dem Eingang, zum Anderen ist der Platz fast immer mit Menschen überfüllt. Die Kalksteinhöhlen 15km nördlich von KL beherbergen mehrere Hindutempel, die man allerdings erst erreicht, wenn man die 272 Stufen auf sich nimmt. Für mich war der Aufstieg nicht sehr schlimm, weil ich alle 5 Stufen stehen geblieben bin um Fotos von der Aussicht oder den vorbeirennenden Affen zu machen.

KL hat natürlich auch einige verlassene Orte. Viele Hochhäuser dort werden als Prestigeobjekt gebaut, um anschließend in Vergessenheit zu geraten und von neuen Hochhäusern eingemauert zu werden. Auf meiner Suche nach besonderen verlassenen Gegenden bin ich auf die Highland-Tower in Ampang gestoßen. Das sind 2 der 3 übrig gebliebenen Appartmentgebäude am Rande von KL. Der dritte Tower ist bei einem Erdbeben 1993 eingestürzt und hat 48 Menschen unter sich begraben. Danach wurden wegen der gefährlichen Lage auch die anderen Tower evakuiert und verfallen seitdem immer mehr. Da die Gebäude an eine reiche Wohngegend angrenzen, konnte ich mich den Türmen nur mit Begleitung des Wachdienstes nähern. Ich hatte mein Moskitospray eh vergessen. Aber selbst vor den Toren beeindruckte mich die Atmosphäre, die diese Betonklotze umgibt. Man steht an einem Zaun in einer durchstrukturierten Wohnsiedlung mit Hecken und Pools und schaut auf den Dschungel, der die Highlandtower zu verschlingen versucht.

Habe ich schon erwähnt, dass KL unglaublich viele Kontraste zu bieten hat? Am stärksten fällt die kulturelle Vielfalt auf. Hier leben Inder, Chinesen, Moslems und Malayen friedlich nebeneinander. Zu Kolonialzeiten hatten auch die Niederländer und die Engländer ihr Einflussgebiet und so kommt es, dass man Gebäude aus Kolonialzeiten neben einer Moschee neben einem Tempel vor Wolkenkratzern finden kann. Wirklich beeindruckende Szenerie!

Abends wollte ich die Skyline von Kuala Lumpur etwas besser kennenlernen und bin in eine Rooftopbar  im 34. Stock mit Blick über die Stadt gegangen. Die Bar liegt auf dem Dach eines Hochhauses. Tagsüberwird das Dach als Helikopterlandeplatz genutzt und jeden Abend umgebaut in eine High-Societybar mit Dresscode und horenden Preisen, zumindest wenn man nach 21 Uhr kommt. Zur Sonnenuntergangszeit tummeln sich demnach viele Menschen dort und die Atmosphäre war genial.

In Kuala Lumpur leben Menschen verschiedener Religionen friedlich zusammen. Von einem Moment auf den anderen findet man sich plötzlich inmitten von Chinesen wieder, während man gerade noch durch Little India spaziert ist. Besonders bekannt für Chinatown ist die Jalan Petaling.

Ein weiteres Highlight in Kuala Lumpur sind die Petrona Twin Towers, die von 1998-2004 als höchstes Gebäude der Welt galten. Hinter den Türmen gibt es einen großen Park mit See, der sich wunderbar für Bilder eignet und jeden Tag viele Familien und Touristen anzieht, besonders nach Sonnenuntergang, wenn die Wasserfontänen mit passender Musik untermalt eine Lichtshow der besonderen Art darbieten.

Das war meine Woche in Kuala Lumpur. Wer wissen möchte, was ich in Malaysia noch so erlebt habe, der kann hier weiterlesen.